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Zahnfleischentzündung

Hinter gerötetem, geschwollenem und schmerzendem Zahnfleisch steckt häufig eine Zahnfleischentzündung. Lesen Sie, wie Sie diese erkennen und behandeln.

Geprüft von Sophie Sonnenberger, Medizinredakteurin

Veröffentlicht:
Aktualisiert: 2022-02-09T00:00:00+01:00 2022-02-09T00:00:00+01:00

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Inhaltsverzeichnis
Zahnfleischentzündung

© Shutterstock

Definition: Was ist eine Zahnfleischentzündung?

Leiden Sie an Zahnfleischbluten, Rötungen oder ist ihr Zahnfleisch geschwollen und reagiert auf Druck schmerzempfindlich? Dann könnte eine Zahnfleischentzündung der Grund dafür sein. Eine Gingivitis, wie die Zahnfleischentzündung von Medizinern genannt wird, ist eine weitverbreitete, meist bakterielle Infektion in der Mundhöhle.

Mindestens die Hälfte aller Erwachsenen ist von einer, zumindest leichten, Gingivitis betroffen. Dies ist zwar meist harmlos, aber die Folgen können schwerwiegend sein: Aus einer starken, chronischen Zahnfleischentzündung kann sich eine Paradontitis entwickeln, eine der häufigsten Ursachen für den Verlust der Zähne.

An dieser Stelle ist jedoch eine klare Unterscheidung wichtig: Eine Paradontitis ist eine Entzündung des Zahnbettes. Bei einer Gingivits hingegen ist nur das Zahnfleisch betroffen. Diese Erkrankung ist - noch - keine Paradontitis, kann sich aber der Ursprung dafür sein.

Deshalb lohnt sich ein prüfender Blick in den Mund, um eine akute Zahnfleischentzündung möglichst früh erkennen und behandeln zu können. Wird die Ursache nicht korrekt behandelt, dann kehrt die Zahnfleischentzündung mitunter immer wieder zurück.

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Ursachen und Risikofaktoren für Zahnfleischentzündungen

Eine Gingivitis wird meistens durch Bakterien ausgelöst. Zu unterscheiden sind die akute Zahnfleischentzündung und die chronische Zahnfleischentzündung. Die beiden Formen sind in erster Linie durch den zeitlichen Verlauf zu differenzieren. Nur in seltenen Fällen sind nicht Bakterien, sondern Pilze oder Viren die Ursache für schmerzendes, gerötetes, geschwollenes und entzündetes Zahnfleisch.

Die häufigste Ursache: mangelnde Zahnhygiene

Der Grund, warum eine Gingivitis meist ausbricht, ist eine mangelhafte Zahnhygiene. Durch Ablagerungen und Zahnbelag haben Erreger, die in der Mundflora natürlich vorkommen, leichtes Spiel und vermehren sich schnell. Sind zu viele Erreger in der Mundhöhle, reagiert das Immunsystem des Körpers und eine Entzündung an der Mundschleimhaut entsteht.

Zahnfleischverletzungen als Auslöser

Kleine Verletzungen des Zahnfleisches können der Ursprung für eine Gingivitis sein. Diese entstehen beispielsweise durch das Verbrennen an zu heißem Essen, bei einer Behandlung beim Zahnarzt oder durch zu kräftiges Zähneputzen – vor allem beim Gebrauch von Zahnseide.

Auch eine Zahnspange mit scharfen Kanten, eine Zahnprothese oder ein nicht optimal sitzendes Gebiss können offenes oder gereiztes Zahnfleisch verursachen. Ist das Zahnfleisch nach einer Verletzung oder Reizung wund, können sich an der betroffenen Stelle leicht Bakterien einnisten und eine Entzündung hervorrufen.

Risikofaktoren: Stress, hormonelle Veränderungen und Rauchen

Weitere Risikofaktoren für eine Zahnfleischentzündung sind Stress, ein geschwächtes Immunsystem und der Konsum von Alkohol oder Nikotin. Auch hormonelle Veränderungen in der Pubertät oder bei einer Schwangerschaft können eine solche Entzündung auslösen.

Raucher klagen häufig über Zahnfleischentzündungen. Dabei ist es egal, ob zur Zigarette, Pfeife, Zigarre oder zum Verdampfer gegriffen wird. Der Grund: Rauchen verschlechtert die Durchblutung. Im Mundraum hinterlässt dies besonders schnell Spuren, da dort die Blutbahnen viel feiner sind als an anderen Stellen im Körper. Nährstoffe fehlen und Sauerstoffmangel herrscht, wodurch das Zahnfleisch viel anfälliger für Infektionen wird.

Neben der erhöhten Anfälligkeit hat Rauchen aber noch eine weitere Konsequenz: Durch die schlechte Durchblutung fängt das Zahnfleisch von Rauchern seltener an zu bluten und die Farbe des Zahnfleisches bleibt hellrosa. Die typische Rötung bleibt aus. Das macht es schwer, die Zahnfleischentzündung überhaupt zu erkennen. Häufig bemerkt der Betroffene sie erst, wenn die Gingivitis schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist und Schmerzen auftreten.

Symptome einer Zahnfleischentzündung

Um entzündetes Zahnfleisch zu erkennen, müssen Sie zunächst wissen, wie gesundes aussieht: Es füllt die Zwischenräume zwischen den Zähnen vollständig aus, blutet nicht und hat eine hellrosa Farbe.

Entzündetes Zahnfleisch ist meist gerötet, angeschwollen und blutet immer wieder. Ob das Zahnfleisch blutet, lässt sich daran erkennen, dass der ausgespuckte, sonst weiße, Zahnpastaschaum rote Schlieren aufweist oder sich rosa verfärbt hat. Wenn eine besonders starke Zahnfleischentzündung vorliegt, reicht oft schon eine leichte Berührung und das Zahnfleisch beginnt zu bluten.

Zahnfleischentzündung: Blutendes Zahnfleisch und zurückgebildete Zahnhälse

© Shutterstock

Blutendes Zahnfleisch: Grund ist eine starke Zahnfleischentzündung. Das Zahnfleisch hat sich zurückgebildet - Zahnhälse liegen frei

Symtome frühzeitig erkennen

Um eine Zahnfleischentzündung rechtzeitig zu erkennen, müssen Sie einen Blick in ihren Mund werfen und die Mundschleimhäute, die die Zähne umgeben, regelmäßig anhand der Kriterien für gesundes Zahnfleisch überprüfen.

Gerade zu Beginn einer Infektion treten meist keine Schmerzen auf und eine Gingivitis kann leicht übersehen werden. So kann sich unbemerkt eine chronische Zahnfleischentzündung entwickeln. Das Fatale daran: Wer eine lange andauernde Zahnfleischentzündung hat, erkennt sie noch schwerer als im akutem Stadium, da die Rötung nach einiger Zeit wieder abklingt.

Dann ist eine Gingivitis meist daran zu erkennen, dass sich langsam das Zahnfleisch zurückbildet und die Zahnhälse freiliegen. Außerdem können Zahnschmerzen auftreten, oft begleitet von starkem Mundgeruch. Unangenehme Symptome, die Sie vermeiden konnten, wenn Sie bereits im Anfangsstadium handeln.

Eine schwerwiegende Entzündung ist übrigens nicht nur im Mund selbst zu erkennen, sondern auch an den umliegenden Lymphknoten. Gerade jene am Hals schwellen bei einer starken Zahnfleischentzündung spürbar an.

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Behandlung: Was sie selbst bei einer Zahnfleischentzündung tun können

Um eine Zahnfleischentzündung möglichst schnell wieder in den Griff zu bekommen, ist die richtige und vor allem gründliche Mundhygiene das Wichtigste.
Achten Sie bei der Wahl Ihrer Zahnbürste darauf, dass sie mit besonders weichen und abgerundeten Borsten bestückt ist, damit das Zahnfleisch nicht zusätzlich gereizt oder gar verletzt wird. Bürsten mit kleinem Bürstenkopf haben den Vorteil, dass Sie damit besser an die hinteren Zähne herankommen und sie gründlicher reinigen können.

Auch die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste könnte eine Überlegung wert sein: Mit ihr putzen Sie effektiver. Die Putzzeit liegt, egal ob Hand- oder elektrische Zahnbürste, bei mindestens zwei, besser drei Minuten.

Zahnzwischenräume und Zunge säubern

Nach dem Putzen wird häufig der Gebrauch von Zahnseide, Zwischenraumbürstchen oder Zahnhölzchen empfohlen. Diese sind aber nur dann sinnvoll, wenn das ohnehin schon entzündete Zahnfleisch nicht noch zusätzlich verletzt wird.

Verwenden Sie auch hier möglichst weiche Bürsten oder greifen sie zu besonders flauschiger Zahnseide, da diese schonender ist. Sollten Sie bei der Verwendung Schmerzen spüren oder das Zahnfleisch anfangen stark zu bluten, dann sollten Sie – kurzzeitig – von Zahnseide absehen.

Eine sanfte Alternative sind Mundduschen, die Zahnzwischenräume per Wasserstrahl reinigen. Auch ein Zungenschaber kann eine sinnvolle Ergänzung für die Mundpflege sein. Dieser entfernt den Belag, der sich in den Furchen der Zunge abgesetzt hat. So minimieren Sie die Anzahl der Bakterien im Mund, ohne das Zahnfleisch zusätzlich zu reizen.

Die richtige Mundspülung bei Gingivitis

Ergänzend zur Reinigung der Zähne können Sie eine antibakteriellen Mundspülung verwenden. Achten Sie beim Kauf darauf - besonders wenn Sie bereits eine Zahnfleischentzündung haben - dass Sie ein alkoholfreies Produkt wählen. Denn Alkohol erledigt sowohl schlechte als auch gute Bakterien im Mund. Das kann sich auf Dauer negativ auf die Mundflora auswirken – und Bakterien haben wieder leichtes Spiel

Bei Mundspülungen aus der Drogerie, aber besonders aus der Apotheke, gilt: Sets die Gebrauchsanweisungen befolgen. Manche Präparate sind für den alltäglichen Gebrauch gemacht, andere dürfen nur für eine kurze Zeit verwendet werden.

Video: Tipps für die Zahnpflege

Weitere Tipps für die Zahnpflege

Um eine Zahnfleischentzündung möglichst schnell wieder in den Griff zu bekommen, ist die richtige und vor allem gründliche Mundhygiene das Wichtigste.
Achten Sie bei der Wahl Ihrer Zahnbürste darauf, dass sie mit besonders weichen und abgerundeten Borsten bestückt ist, damit das Zahnfleisch nicht zusätzlich gereizt oder gar verletzt wird. Bürsten mit kleinem Bürstenkopf haben den Vorteil, dass Sie damit besser an die hinteren Zähne herankommen und sie gründlicher reinigen können.

Auch die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste könnte eine Überlegung wert sein: Mit ihr putzen Sie effektiver. Die Putzzeit liegt, egal ob Hand- oder elektrische Zahnbürste, bei mindestens zwei, besser drei Minuten.

Zahnzwischenräume und Zunge säubern

Nach dem Putzen wird häufig der Gebrauch von Zahnseide, Zwischenraumbürstchen oder Zahnhölzchen empfohlen. Diese sind aber nur dann sinnvoll, wenn das ohnehin schon entzündete Zahnfleisch nicht noch zusätzlich verletzt wird.

Verwenden Sie auch hier möglichst weiche Bürsten oder greifen sie zu besonders flauschiger Zahnseide, da diese schonender ist. Sollten Sie bei der Verwendung Schmerzen spüren oder das Zahnfleisch anfangen stark zu bluten, dann sollten Sie – kurzzeitig – von Zahnseide absehen.

Eine sanfte Alternative sind Mundduschen, die Zahnzwischenräume per Wasserstrahl reinigen. Auch ein Zungenschaber kann eine sinnvolle Ergänzung für die Mundpflege sein. Dieser entfernt den Belag, der sich in den Furchen der Zunge abgesetzt hat. So minimieren Sie die Anzahl der Bakterien im Mund, ohne das Zahnfleisch zusätzlich zu reizen.

Die richtige Mundspülung bei Gingivitis

Ergänzend zur Reinigung der Zähne können Sie eine antibakteriellen Mundspülung verwenden. Achten Sie beim Kauf darauf - besonders wenn Sie bereits eine Zahnfleischentzündung haben - dass Sie ein alkoholfreies Produkt wählen. Denn Alkohol erledigt sowohl schlechte als auch gute Bakterien im Mund. Das kann sich auf Dauer negativ auf die Mundflora auswirken – und Bakterien haben wieder leichtes Spiel

Bei Mundspülungen aus der Drogerie, aber besonders aus der Apotheke, gilt: Sets die Gebrauchsanweisungen befolgen. Manche Präparate sind für den alltäglichen Gebrauch gemacht, andere dürfen nur für eine kurze Zeit verwendet werden.

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Behandlung beim Arzt

Neben dem Hygieneprogramm zuhause ist auch der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ein Muss. Der Mediziner wird, neben der Kariesprophylaxe, auch ihr Zahnfleisch begutachten und den Zahnstein entfernen – ein Nährboden für Bakterien.

Des Weiteren kann der Zahnarzt Auskunft darüber geben, wo es bei der eigenen Zahnpflege noch hakt. Mit geschultem Blick erkennt er, an welchen Stellen Sie gründlicher putzen sollten oder welche Produkte sich für Sie eignen.

Professionelle Zahnreinigung

Außerdem bieten die meisten Zahnärzte professionelle Zahnreinigungen an. Dabei säubert geschultes Personal die gesamte Mundhöhle. Nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch um das Risiko zu senken, an Karies oder einer Zahnfleischentzündung zu erkranken.

Bei der Reinigung werden Zahnstein und alle Beläge entfernt, auch jene in den Zahnfleischtaschen, die sonst nur schwer zu reinigen sind. Das nimmt den Bakterien ihren bevorzugten Lebensraum.

Die intensive Reinigung der Zähne wird ein bis zwei Mal im Jahr für Erwachsene empfohlen. Jedoch muss die Behandlung von Kassenpatienten selbst bezahlt werden - anteilig oder ganz. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Kosten lohnen sich aber vor allem für Menschen, die zu Zahnfleischentzündungen neigen. Es ist eine unterstützende Maßnahme, um die Anzahl der Bakterien zu verringern und das ist bei einer Gingivitis das A und O.

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Akute Schmerzen lindern

Zahnfleischentzündungen können sehr schmerzhaft sein - bei jedem Wort, bei jedem Bissen oder Schluck. Um sich Linderung zu verschaffen ist Kühlen eine gute Maßnahme. Man kann Eiswürfel lutschen, den Mund mit kaltem Wasser ausspülen, eine Kühlkompresse oder ein kaltes Tuch gegen die Wange pressen. Kühlen wirkt heilsam bei Entzündungen, sollte aber sofort unterbrochen werden, wenn es als unangenehm empfunden wird.

Auch eine leichte Massage kann wirksam sein. Lassen Sie ihre Finger dort, wo die Entzündung sitzt sanft über ihre Wange kreisen. Das regt die Durchblutung an, was den Heilungsprozess fördert. Eine Massage ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn Ihnen die Berührung nicht noch zusätzlich Schmerzen verursacht – in diesem Fall besser nur kühlen.

Schmerzmittel bei Zahnfleischentzündung

Sind die Schmerzen zu stark, können Sie auch ein Schmerzmittel einnehmen. Geeignet sind Präparate, die Ibuprofen enthalten, da der Wirkstoff entzündungshemmend wirkt. Beachten Sie auch hier die Gebrauchsanweisung und nehmen Sie die Tabletten nicht länger als empfohlen.

Sollte die Entzündung nach einigen Tagen immer noch nicht abgeklungen sein, suchen Sie einen Arzt auf, der eine professionelle Behandlung vornehmen kann. Dieser kann bei besonders schwerwiegenden Zahnfleischentzündungen auch ein Antibiotikum verschreiben, um die bakterielle Erkrankung zu behandeln.

Hausmittel zur Therapie

Um die Beschwerden zu lindern und die Entzündung zu heilen gibt es bei Zahnfleischentzündungen zahlreiche bewährte Hausmittel. Eines ist das Gurgeln mit Kamillenblütentee. Kamille wirkt desinfizierend und beruhigend. Sie ist bestens geeignet, um eine Entzündung im Mundraum zu behandeln.

Kochen Sie einen Tee aus Kamillenblüten und lassen Sie ihn abkühlen. Nun mehrmals täglich damit gurgeln. Dadurch verringert sich sich die Anzahl der Erreger im Mund und das gereizte Zahnfleisch kann sich regenerieren.

Mundwasser selbst herstellen

Ebenfalls antibakteriell wirkt ein selbstgemachtes Mundwasser mit Apfelessig. Geben Sie zwei Teelöffel Essig in ein Glas mit Wasser und spülen sie damit mehrmals am Tag ihren Mund.

Einzige Einschränkung: nicht direkt vor dem Zähneputzen mit Apfelessig gurgeln. Die Säure im Essig weicht den Zahnschmelz auf, welcher dann beim Putzen leichter abgetragen wird. Deshalb sollten Sie die Bürste nicht direkt nach einer säurehaltigen Mundspülung ansetzen. Besser ist es, eine halbe Stunde zu warten und dann erst zu putzen.

Aloe Vera beschleunigt die Heilung

Wer nicht spülen möchte, kann Aloe Vera direkt auf die entzündete Stelle auftragen. Auch das wirkt antibakteriell und versorgt das Zahnfleisch zusätzlich mit Feuchtigkeit, was den Heilungsprozess beschleunigt. Bis zu fünf Mal am Tag können Sie die betroffene Stelle einreiben. Entweder mit gekauftem Gel oder direkt mit der Aloe Vera, das Sie aus den Blättern der Pflanze gewinnen.

 

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Naturheilkunde und Homöopathie

Neben den Hausmitteln gibt es aber auch homöopatihsche Arzneien, die dabei helfen, eine Zahnfleischentzündung zu behandeln. In der Naturheilkunde wird häufig empfohlen, ätherische Öle auf die entzündete Stelle aufzutragen.

Hierfür eignen sich besonders Wacholder- und Lavendelöl. Beide wirken antibakteriell und können einfach auf die wunde Stelle geträufelt oder mit einem Wattestäbchen aufgetragen werden. Wahlweise können Sie auch einige Tropfen Öl in ein Glas Wasser geben und damit den Mund ausspülen.

Schmerzen natürlich lindern

Um den Schmerzen auf natürliche Weise Herr zu werden, eignen sich Gewürznelken. Einfach auf eine Nelke beißen und dann auf die wunde Stelle im Mund legen. Die pflanzlichen Wirkstoffe betäuben die Schmerzen und fördern den Heilungsprozess.

Zahnärzte, die auf Naturheilverfahren spezialisiert sind, könnten Ihnen auch Globuli verschreiben, um die Entzündung im Mund zu heilen. Hierbei kommt es stark auf die Symptome an, die Sie haben: Tritt der Schmerz bei Wärme oder Kälte auf? Wird es nachts schlimmer oder besser? Anhand dieser und weiterer Fragen wird der Experte Sie beraten und Ihnen ein passendes Medikament empfehlen.

Zahnfleischentzündung bei Kindern

Hat ihr Nachwuchs eine Zahnfleischentzündung, dann können Sie ähnlich verfahren wie bei sich selbst: Das Wichtigste ist, dass Sie bei Ihrem Kind auf eine konsequente Mundhygiene achten. Putzen Sie die Zähne von Kleinkindern bis zum Schulalter stets nach und achten Sie darauf, dass auch wirklich morgens und abends drei Minuten lang gebürstet wird.

Sollte es dennoch mal zu einer Entzündung kommen, da ihr Baby zum Beispiel zahnt und das Zahnfleisch sehr gereizt ist, hilft im Ersten eine Massage der Mundschleimhaut und reichlich Kamillentee.

Sollte sich nach ein paar Tagen keine Besserung zeigen, suchen Sie einen Arzt auf. Denn die Entzündung bei Kindern darf sich auf keinen Fall ausbreiten, in die Tiefe gehen und den Knochen angreifen, sonst kann das irreparable Folgen für die Kleinen haben.

Allgemein gilt: Eine Zahnfleischentzündung kann, gerade im akuten Stadium, mit der richtigen Zahnpflege und Hausmitteln sehr gut selbst behandelt werden. Tritt jedoch innerhalb einer Woche keine Besserung ein, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden. Denn eine langanhaltende Entzündung kann sich ausbreiten und den gesamten Zahnhalteapparat befallen. Werfen Sie deshalb regelmäßig einen Blick in Ihren Mund.

Quellen
  • Horváth et. al.: Entzündliche orale Schleimhauterkrankungen; Der Hautarzt; Springer Verlag; Volume 67; 2016
  • Chappel et. al.: Primary prevention of periodontitis: managing gingivitis; Journal of Clinical Periodontology; Volume 42; 2015; DOI: 10.1111/jcpe.12366
  • DFZ - Der freie Zahnarzt: Patiententipp - Vorbeugung parodontaler Erkrankungen; Springer-Verlag; Volume 61; 2017; DOI:10.1007/s12614-017-6651-5
  • Online-Informationen Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde: www.dgzmk.de; Abruf: 04.01.2018
  • Online-Informationen Deutscher Zahnärzte Verband: www.dzv-netz.de; Abruf: 04.01.2018
  • Online-Informationen Dr. Thomas Wahner: www.zahnarzt-laatzen.com; Abruf: 04.01.2018
  • Online-Informationen European Federation of Periodontology (EFP): www.efp.org; Abruf: 04.01.2018
  • Online-Informationen Institut der Deutschen Zahnärzte: www.bzaek.de; Abruf: 04.01.2018

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