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Focus-Siegel-TOP-Mediziner

TOP-Mediziner 2023

Wir führen eine tiefe journalistische Recherche durch, ergänzt um wissenschaftliche Ansätze aus unterschiedlichen Disziplinen, um Ihnen dabei zu helfen, den passenden Facharzt zu finden. So gehen wir dabei vor.

Erste Veröffentlichung: 22.05.2023

Alle Einzelheiten zur Methodik „TOP-Mediziner“ haben wir in dem nachfolgenden Kasten für Sie zusammengefasst.
Klicken Sie sich durch die einzelnen Reiter, um alle Informationen zu erhalten.

Methodik als PDF herunterladen

Wie finden wir die Spezialisten, die wir empfehlen?

In die Recherche der Datenwissenschaftler fließen all jene der 400.000 in Deutschland niedergelassenen Ärzte und Klinikärzte ein, die mindestens eines der nachfolgenden Kriterien erfüllen:

  • Weiterbildungsbefugnis
  • Habilitation
  • leitende Funktion in einem Krankenhaus
  • führende Rolle oder ausgewiesener Spezialist einer Fachgesellschaft
  • bereits als FOCUS-Top-Mediziner ausgezeichnet

So wählen die Redakteure 75.000 Ärztinnen und Ärzte aus, über die sie in öffentlichen Datenquellen recherchieren.

In einer zweiten Stufe kommen neben den Kriterien aus der ersten weitere hinzu, unter anderem Facharztqualifikationen, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Online- Bewertungen und Weiterbildungen.
30.000 Ärztinnen und Ärzte landen im finalen Recherche-Pool. Zu ihnen sammeln und erheben die Rechercheure umfangreiche Daten.

Wie werden die Daten gesammelt?

Unsere Rechercheure erheben Primärdaten und sammeln Daten aus öffentlichen Quellen.

Ärztebefragung
30.000 Mediziner erhalten einen ausführlichen Fragebogen zur Selbstauskunft, den die Rechercheure in Zusammenarbeit mit Spezialisten des jeweiligen Fachbereichs jährlich weiterentwickeln, um den aktuellsten Stand medizinischer Versorgung und Technik abzubilden. Bei der Befragung geben die Ärzte Auskunft über ihre medizinische Qualifikation und ihr Behandlungsangebot. Auch ihr Engagement in Wissenschaft, Lehre und Forschung beschreiben sie. Mediziner, die in ihrem Fachbereich forschen, beschäftigen sich intensiv mit dem neuesten Stand medizinischer Behandlungen und Diagnostik – das kommt den Patienten zugute. Im Rahmen klinischer Studien erhalten Erkrankte, denen gängige Behandlungen nicht mehr helfen, Zugang zu neuesten Therapien. Im Fragebogen geben die Ärzte an, ob sie selbst Studien durchführen und ihre Patienten miteinbeziehen. Patientenservices wie Patientenschulungen, Betreuung von Angehörigen oder digitale Sprechstunden können ebenso genannt werden. Bei Ärzten, die nicht an der freiwilligen Selbstauskunft teilnehmen, finden sich in den Listen keine näheren Informationen (k. A. = keine Angaben).

Expertenempfehlungen
Jeder der befragten 30.000 Ärzte wird gebeten, hoch qualifizierte Mediziner aus dem eigenen und anderen Fachbereichen zu nennen, von denen er sich selbst behandeln lassen würde oder die er seinen Angehörigen empfehlen würde. In der Wissenschaft gilt die wechselseitige Beurteilung unter Kollegen als zuverlässiges und gängiges Kriterium. Zusätzlich geben Kliniken und Rehakliniken Empfehlungen für herausragende Mediziner ab. Patientenbewertungen aus verschiedenen Internetportalen (Google, Jameda) berücksichtigen die Rechercheure gering gewichtet ebenso für die Erhebung.

Öffentliche Daten
Neben den Ärztebefragungen ziehen die Rechercheure zahlreiche öffentliche Datenquellen heran. Damit lassen sich die Selbstauskünfte der Ärztinnen und Ärzte überprüfen und teils auch ergänzen. In einer internationalen Datenbank (PubMed) recherchieren sie wissenschaftliche Veröffentlichungen der Mediziner. Von Fachgesellschaften bekommen sie Auskunft über ihre Mitglieder zu deren Weiterbildungsbefugnis oder darüber, wer von der Gesellschaft mit einem Zertifikat ausgezeichnet wurde.

Wie werden die Daten ausgewertet?

Am Ende der Recherche werden die Daten der Spezialisten nach Fachgebieten und Indikationen sortiert. Innerhalb eines Bereichs erhält jeder Arzt null bis einen Punkt für fünf Empfehlungskriterien, die mit unterschiedlicher Gewichtung in den Gesamtscore einfließen. Am stärksten wiegt die Behandlungsleistung.

Führt ein Mediziner wichtige Therapien und Diagnosen seines Fachgebiets durch? Bringt er oder sie ausreichend Erfahrung durch eine hohe Zahl an Eingriffen und Diagnosestellungen mit? Häufig ausgeführte Behandlungen laufen routinierter und damit sicherer für den Patienten ab. Stehen dabei die notwendigen modernen Geräte zur Verfügung? Die Reputation, also der Ruf eines Arztes bei Kollegen und Patienten, sowie sein Einsatz in der Wissenschaft sind weitere Kriterien, gefolgt von Patientenservices und Qualifikation. Abschließend führen die Rechercheure einen Plausibilitätscheck der Daten mithilfe mathematischer Methoden und Nachrecherchen durch. Letzter Prüfpunkt im Sicherheitsnetz ist die Verifikation der Daten durch externe Dokumentare.

Wie kommt die finale Ärzte-Empfehlungsliste zustande?

Die von FOCUS empfohlenen Experten werden nach ihren medizinischen Fachgebieten oder Indikationen sortiert ausgewiesen. Aus Platzgründen nennen wir nur einen akademischen Titel. In den Listen finden Sie Informationen zu den Empfehlungskriterien: das Behandlungsspektrum der Ärzte, wie häufig ein Arzt von Kollegen und Patienten empfohlen wurde, wie viel er wissenschaftlich publiziert, ob er klinische Studien durchführt sowie Informationen zu Patientenservices und Digitalangeboten.

Aus Platzgründen ist nur ein Teil der Informationen, die für das Scoring und damit die Empfehlung wichtig sind, in den Listen abgebildet. Zusätzlich haben wir für Sie die Facharztausbildung des Mediziners ergänzt sowie hinterlegt, ob eine Spezialisierung auf eine bestimmte Patientengruppe wie auf Kinder und Jugendliche vorliegt. Abhängig vom Krankheitsbild kann ein bestimmter Hintergrund von Vorteil sein, etwa eine chirurgische Ausbildung, wenn eine OP ansteht.

Warum recherchiert FOCUS-Gesundheit die Experten für bestimmte Erkrankungen?

Beim Arztbesuch geht es um das Wertvollste: die eigene Gesundheit. Verständlich, dass sich Patienten in die Hände eines Mediziners mit ausgezeichneter Qualifikation und tadellosem Ruf begeben wollen. Wo hohe Expertise notwendig ist, lohnt es sich, auch weite Wege auf sich zu nehmen. Wir belassen es nicht bei dem Rat, einen guten Mediziner zu wählen, sondern haben für Sie den Arzt, der für Ihre Erkrankung am meisten Erfahrung vorweisen kann, bereits recherchiert.

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Partner für die Erhebung

Die Methodik für die Erhebung der Gesundheitsberufe entwickelt FOCUS gemeinsam mit dem Recherche-Institut FactField, das ebenfalls Teil von Hubert Burda Media ist. Das Münchner Unternehmen ist verantwortlich für die Datenbasis und führt die Erhebung der Primärdaten durch (Therapeutenbefragung), wertet die Daten aus und liefert die aufbereiteten Ergebnisse an FOCUS-Gesundheit.

Mehr über FactField erfahren

2594

Ärzte haben an der Befragung zu den Listen-Themen dieser Ausgabe teilgenommen

428

unterschiedliche Fragenfelder füllen die Ärzte bei der Selbstauskunft aus

12

Monate dauert die Recherche

6.881.504

wissenschaftliche Publikationen durchforsteten die Datananalysten nach Veröffentlichungen der zu recherchierenden Mediziner

Illustration zur Focus-Siegel-Erhebungsmethodik: Was bedeutet das Focus-Siegel?

Alle Ärztinnen und Ärzte in der Liste werden von FOCUS empfohlen - die Teilnahme an der Empfehlungsliste geschieht ohne Zutun der Personen und ist kostenfrei.
Alle in der Liste aufgeführten Ärztinnen und Ärzte sind berechtigt, das Siegel für Kommunikationszwecke zu lizenzieren.
Die Qualität aller nicht gelisteten Ärztinnen und Ärzte wird von FOCUS selbstverständlich nicht angezweifelt.

Wichtiger Hinweis

Die Auswahl der Mediziner erfolgt anhand der genannten Kriterien nach sorgfältiger Recherche und bildet den aktuellen Stand der Erhebung ab (Februar 2023). Medizinische Qualität ist nicht in jedem Detail erfassbar. Die Qualifikation der vielen Ärztinnen und Ärzte ohne Nennung in den Empfehlungslisten wird nicht infrage gestellt.


Hinweis der Redaktion

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit unserer Artikel verwenden wir kontextbezogen jeweils die männliche oder die weibliche Form. Sprache ist nicht neutral, nicht universal und nicht objektiv. Das ist uns bewusst. Die verkürzte Sprachform hat also ausschließlich redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Jede Person – unabhängig vom Geschlecht – darf und soll sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

Sie sind Arzt oder Ärztin und haben Fragen oder Anregungen zur Methodik?
Kontaktieren Sie unseren Recherche-Partner FactField.

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Download

Hier finden Sie die Methodiken des Jahres 2022 und 2023 als PDF-Download.
Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns unter: info@focus-empfehlung.de

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