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Jeder Dritte würde ohne Partner besser schlafen

Vor allem Frauen fühlen sich von ihrem Partner in der Nachtruhe gestört. Was ihnen außer Schnarchen noch den Schlaf raubt. Und was bei Schlafproblemen in der Partnerschaft hilft.

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Paar liegt im Bett - der Mann mit dem Kopf in Richtung Kopfende, die Frau in die andere Richtung

© Blasius Erlinger / Getty Images

43 Prozent der Deutschen leiden an Schlafproblemen. Dazu zählen Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen oder dass die Schlafqualität vermindert ist. Eine mögliche Ursache dafür ist, dass sich Menschen von ihrem Partner im Bett gestört fühlen. Das ergab eine Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK unter rund 2.000 Personen ab 18 Jahren, die im September und Oktober 2024 durchgeführt wurde.

Ursachen für Schlafprobleme in der Partnerschaft

Laut der Befragung würde jeder dritte Deutsche allein besser schlafen. Besonders Frauen sind dieser Meinung: 39 Prozent empfinden die Schlafqualität als höher, wenn sie allein im Zimmer schlafen – bei Männern sind es 29 Prozent.

Vor allem Schnarchen oder lautes Atmen des Partners stören. Das gaben 30 Prozent der weiblichen Befragten an. Bei den Männern waren es lediglich 18 Prozent. Das kann mitunter evolutionär bedingt sein. Mütter mussten während der Nachtruhe auf ihr Kind achten. Ein möglicher Grund, warum Frauen sensibler auf Geräusche reagieren – von Babys, aber eben auch von anderen Personen im Schlafzimmer. Beim Mann ist diese Empfindlichkeit nicht so stark ausgeprägt. Er fühlt sich vor allem im Gruppenschlaf wohl – so wie es von der Urzeit bis zum modernen Menschen die Regel war – und somit auch im Paarschlaf.

Ein weiterer Grund für Schlafprobleme in der Partnerschaft können unterschiedliche Schlafrhythmen sein, zum Beispiel weil einer beruflich bedingt deutlich früher aufstehen und damit auch früher ins Bett gehen muss als der andere. „Wenn der Schlaf einer Person regelmäßig von der anderen gestört wird, kann das zu Müdigkeit, Leistungsabfall und auf Dauer sogar zu Schlafstörungen führen“, erklärt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt der Pronova BKK.

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Das hilft bei Schlafproblemen in der Partnerschaft

Um dem vorzubeugen und den Beziehungsfrieden zu wahren, gibt es verschiedene Strategien, die sich zum Teil ganz einfach umsetzen lassen. Hilfreich für die Partnerin oder den Partner ist, wenn der Schnarchende versucht, die nächtlichen Geräusche zu reduzieren. Laut der Umfrage versucht jeder zweite Schnarchende etwas dagegen zu unternehmen. Folgende Maßnahmen werden dabei ergriffen:

  • auf der Seite schlafen (39 Prozent)
  • in ein anderes Zimmer ausweichen (7 Prozent)
  • Nasenpflaster oder -klammern verwenden (4 Prozent)
  • HNO-Operation gegen das Schnarchen (3 Prozent)

Die besten Strategien gegen Schnarchen sind laut Herold, auf der Seite zu schlafen, auf Alkohol zu verzichten und nicht übermüdet ins Bett zu gehen. „Bei starkem Schnarchen oder Atemaussetzern sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Schlafapnoe (eine Schlafstörung, bei der es im Schlaf wiederholt zu Atemstillständen kommt) abzuklären“, so Herold.

Das Thema „getrennte Schlafzimmer“ birgt Konfliktpotential: 19 Prozent der Befragten würden lieber alleine schlafen, trauen sich aber nicht, das gegenüber ihrem Partner anzusprechen. Für 18 Prozent ist es in Ordnung, nachts häufiger wachgerüttelt zu werden, weil sie schnarchen und den anderen stören. Herold rät, offen über Schlafprobleme zu sprechen: „Wichtig ist es, eine Lösung zu finden, mit der beide zufrieden sind.“

Über Schlafprobleme und was man dagegen tun kann, sprechen wir auch in Folge #69 Hilfe bei chronischen Schlafstörungen unseres Podcasts Auf Herz und Nieren.

Hilfe bei chronischen Schlafstörungen (Podcast #69)

Zu Gast im Podcast: Dr. Stefan Ries, Facharzt für Neurologie im Neurocentrum Odenwald

Dr. Stefan Ries – Facharzt für Neurologie

© privat

Mehr Infos zur Folge

Braucht ihr oft lange zum Einschlafen? Wacht nachts auf und findet dann nicht mehr in den Schlaf? Schlafmangel hat sowohl kurz- als auch langfristig negative Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche und kann sogar andere Erkrankungen verursachen. Insbesondere, wenn die Schlafstörungen über Monate nicht verschwinden.

Über chronische Schlafstörungen sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Stefan Ries. Er ist Facharzt für Neurologie und behandelt im Neurocentrum Odenwald Patienten mit Schlafstörungen. Mit ihm klären wir auch, welche Ursachen hinter der Krankheit stecken und welche Behandlungsoptionen es gibt. 

Außerdem erzählt uns Maria, die seit vielen Jahren unter chronischen Schlafstörungen leidet, wie sehr die Erkrankung sie, ihr Umfeld und ihren Alltag belastet hat und welche Strategien und Lösungen ihr heute helfen. 

Kooperationspartner der Folge ist Idorsia.

Quellen
  • Pressemeldung Pronova BKK: Jede*r 3. Deutsche würde ohne Partner*in besser schlafen; 29.01.2025
  • Online-Informationen Pronova BKK: www.pronovabkk.de; Abruf: 24.03.2025
  • Online-Informationen Statista: https://de.statista.com; Abruf: 24.03.2025
  • Pressemeldung Universität Wien: Verhaltensbiologie: Frauen schlafen besser ohne Mann; 21. Mai 2007
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Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Den passenden Arzt finden Sie über unser Ärzteverzeichnis.

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