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Schritt für Schritt gut vorbereitet für Ihren Klinikaufenthalt

Von der Klinikwahl bis zum Entlassungsgespräch: Was Sie rund um einen Aufenthalt im Krankenhaus bedenken sollten und welche Angebote zur Unterstützung Sie nutzen können.

Geprüft von Jochen Niehaus, Chefredakteur FOCUS-GESUNDHEIT

Veröffentlicht:
Aktualisiert: 2023-10-27T00:00:00+02:00 2023-10-27T00:00:00+02:00

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Infografik: Von der Klinikwahl bis zum Entlassungsgespräch: Was Sie rund um einen Aufenthalt im Krankenhaus bedenken sollten

© Alex Aksonov für FOCUS-Gesundheit

Die richtige Klinik finden

Bei bundesweit 1.887 Krankenhäusern hat ein Patient die Qual der Wahl. Nicht jeder Eingriff erfordert eine spezialisierte Klinik. Routinebehandlungen kann meist das ört­liche Krankenhaus vornehmen. Für kom­plizierte Operationen und bei schweren oder chronischen Erkrankungen ist hin­ gegen eine Spezialklinik empfehlenswert.

Ein Kriterium bei der Wahl sollte die dia­gnosespezifische Fallzahl sein. Sie zeigt an, wie viele Fälle mit einer bestimmten Diagnose in dem Haus behandelt wurden. Je höher die Fallzahl, desto routinierter ist das Personal auf dem Gebiet. Entscheidungshilfen: Der Facharzt ist erster Ansprechpartner. Er kann aus fach­licher Sicht und auf Basis seiner Erfahrung Empfehlungen geben. Rankings wie die FOCUS Gesundheit-Klinikliste 2024 bieten einen Überblick über die Top­-Klini­ken verschiedener Fachbereiche, die auf Basis bestimmter Kriterien recherchiert wurden. Die Website der Weissen Liste gibt unter dem Stichwort „Erfahrung“ Auskunft über diagnose­spezifische Fallzahlen eines Hauses.

TOP-Klinik
Finden Sie die passende von FOCUS-Gesundheit empfohlene TOP-Klinik.

Das gehört in die Kliniktasche:

  • Krankenhauseinweisung
  • Personalausweis
  • Impf- und Allergiepass
  • Liste aller aktuell eingenommenen Medikamente
  • Patientenverfügung (bei größeren Operationen), Organspendeausweis
  • Schlafsachen, Unterwäsche, offene Hausschuhe, Jogginganzug, Handtücher
  • Pflegeartikel, z. B. Deo, Haarbürste, Rasierer, Duschgel, Zahnbürste
  • Smartphone, Ladekabel, Kopfhörer
  • Ohrstöpsel Kleingeld

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Die Aufnahme in der Klinik

Zu Beginn des Aufenthalts erkundigt sich die Ärztin oder der Arzt auf der Station nach dem aktuellen Befinden. Unter Um­ständen sind weitere Untersuchungen notwendig. Am Tag vor dem Eingriff findet das Aufklärungsgespräch statt. Ist eine OP geplant, informiert zusätzlich der Anästhesist über die Narkose. Es ist Ihr Recht, dass alles verständlich erklärt wird. Bereiten Sie Ihrerseits die notwendigen Informationen vor.

Das will der Arzt wissen: aktuelle Be­schwerden, frühere Erkrankungen oder Operationen, eingenommene Medika­mente, Lebensmittelunverträglichkeiten. Für die Narkose wichtig: Allergien gegen Medikamente, Desinfektionsmittel oder Latex, Probleme bei früheren Narkosen (z. B. Schüttelfrost, Übelkeit, Schmerzen, Atemnot).

Fragen Sie nach: Wie lange muss ich voraussichtlich in der Klinik bleiben? Wel­che Nachsorge ist zu organisieren? Wer schreibt mich nach dem Klinikaufenthalt krank? Welche Risiken sind mit der Be­handlung verbunden? Was genau wird gemacht? Muss ich vor dem Eingriff Medikamente absetzen oder nüchtern bleiben?

Unterstützung in der Klinik

Der Sozialdienst berät über Hilfsange­bote und koordiniert die Maßnahmen zur Nachsorge. Konkret hilft er bei: Beschaf­fung von Heil­- und Hilfsmitteln, Antrag für eine stationäre Reha, Organisation des Transports nach Hause oder in die Reha­klinik, Beantragung einer Pflegestufe, Organisation eines Pflegeplatzes.

Der Patientenfürsprecher vermittelt bei Problemen zwischen Klinik und Patien­ten. Auch bei Fragen, Wünschen oder Beschwerden, mit denen sie sich nicht direkt ans Klinikpersonal wenden möch­ten, sind Betroffene hier an der richtigen Adresse. Patientenfürsprecher sind unab­hängig und zur Vertraulichkeit verpflichtet. Kontaktaufnahme: In vielen Kliniken werden regelmäßige Sprechstunden vor Ort angeboten. Es können auch Termine am Krankenbett vereinbart werden.

Die Kontaktdaten stehen auf der Klinik­-Web­site oder auf Aushängen im Krankenhaus.

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Bei der Entlassung aus der Klinik

Am Ende des Krankenhausaufenthalts findet das Entlassungsgespräch statt. Es soll sicherstellen, dass der Übergang in eine ambulante Versorgung reibungslos verläuft. Zudem erhalten die Patienten einen Arztbrief, der Diagnose und Thera­pie erläutert und Empfehlungen für die weitere Behandlung gibt. Patienten haben das Recht, den Brief zu lesen. Bitten Sie also falls nötig den Arzt, Ihnen den Inhalt verständlich zu erklären.

Daran ist rechtzeitig zu denken: Um Bescheinigungen für den Arbeitgeber oder die Krankenkasse sollten Sie bereits ein paar Tage vor der Entlassung bitten. Das Krankenhaus kann maximal für sie­ben Tage krankschreiben. Auch für eine Reha oder eine psychologische Nachsorge sind Anträge nötig.

Fragen Sie nach: Wie lange halten mög­liche Beschwerden an? Wann bin ich wie­ der arbeitsfähig? Wann ist der nächste Kontrolltermin? Bei welchen Symptomen sollte ich vorzeitig zum Arzt gehen? Wer stellt die Rezepte für notwendige Medi­kamente aus? Sind im Alltag Vorsichts­maßnahmen notwendig?

FOCUS-Gesundheit 01/24 – Einfach besser leben 2024

© FOCUS-Gesundheit

FOCUS-Gesundheit 01/2024

Einfach besser leben 2024
Viele Alterungsprozesse lassen sich nachweislich bremsen. Was uns jung hält. Wie wir Lust an Bewegung (wieder) finden. Plus: Übungen fürs Home-Workout. U.v.m.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Den passenden Arzt finden Sie über unser Ärzteverzeichnis.

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Dr. Andrea Bannert

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