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Wie Blutorangen erröten

Sie sind fruchtig und gesund. Aber warum so rot? Das Innere von Blutorangen verfärbt sich erst durch bestimmte Umweltbedingungen.

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Eine aufgeschnittene Blutorange

© Shutterstock

Die Blutorange ist eine absolute Vitaminbombe: Außer der großen Menge an Vitamin C stecken noch 14 weitere Vitamine in der Frucht. Außerdem ist sie reich an sekundären Pflanzenstoffen, welche sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken und unsere Zellen schützen. Äußerlich hebt sich die Blutorange kaum von der gewöhnlichen Orange ab. Aber aufgeschnitten fällt der Unterschied sofort ins Auge: Das Fruchtfleisch ist rot.

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Die Färbung hat mit Blut absolut nichts zu tun – und ist auch nicht von Anfang an da. Tatsächlich verändert sich das Innere der Orange erst in der Reifezeit im Winter, wenn die Früchte Kälte ausgesetzt sind. Wird ein Gen namens ruby in der Orange abgelesen, beginnen die Zellen die tiefroten Farbstoffe herzustellen. Auch in Blondorangen steckt dieser Erbfaktor. Ein kleiner parasitärer DNA-Abschnitt ist jedoch dafür verantwortlich, dass das Gen nur in Blutorangen abgelesen wird. Temperaturunterschiede zwischen null und 20 Grad aktivieren diesen sogenannten Transposon, der die Produktion des roten Pflanzenfarbstoffes ankurbelt. Unter normalen Umweltbedingungen sind die Zellen im Fruchtfleisch in der Lage, diesen DNA-Parasiten zu unterdrücken. Erst beim Wechsel von kühlen Nächten und warmen Sommertagen bröckelt die Abwehr, wie eine internationale Forschergruppe um Cathie Martin vom John Innes Centre im englischen Norwich herausfand.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Orangen brauchen Blutorangen also Temperaturschwankungen. Aus diesem Grund ist das Hauptanbaugebiet Italien, insbesondere Sizilien. Hier sind die Bedingungen für die Frucht optimal. Tagsüber ist es warm, nachts kalt.

FOCUS-Gesundheit 01/24 – Einfach besser leben 2024

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FOCUS-Gesundheit 01/2024

Einfach besser leben 2024
Viele Alterungsprozesse lassen sich nachweislich bremsen. Was uns jung hält. Wie wir Lust an Bewegung (wieder) finden. Plus: Übungen fürs Home-Workout. U.v.m.

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Dr. Andrea Bannert

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