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Mythencheck: Wie gefährlich sind Mikrowellen?

Nudeln, Suppe oder kalter Kaffee - nichts wärmt Lebensmittel so schnell wieder auf wie die Mikrowelle. Aber ist die Strahlung nicht gefährlich? Und was passiert mit den Speisen? Der Mythencheck.

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Inhaltsverzeichnis
Eine Person stellt eine Glasschüssel mit Gemüse in eine Mikrowelle.

© Shutterstock

Tür auf, Teller rein, Tür zu, Knopf drücken – es gibt wohl keine einfachere Art Lebensmittel aufzuwärmen, als mit der Mikrowelle. Von außen wirkt es wie Zauberei: Unsichtbare Strahlen erzeugen Hitze. Vielen Menschen ist das nicht ganz geheuer. Sie fürchten negative Auswirkungen der Mikrowellenstrahlung auf ihre Gesundheit oder auf die Nährwerte im Essen. Dabei sind solche Sorgen unbegründet.

So funktionieren Mikrowellen

Namensgebend für die Küchengeräte sind die elektromagnetischen Wellen, die sie erzeugen: Mikrowellen. Die Wellen haben eine Länge von etwa 12 Zentimetern und schwingen ca. 2,455 Milliarden-mal pro Sekunde. Treffen sie auf ein Wassermolekül, versetzen sie es in Bewegung. Befinden sich viele solcher Moleküle dicht an dicht gepackt, wie es zum Beispiel in flüssigem Wasser der Fall ist, reiben die Teilchen durch den Bewegungsimpuls aneinander. Bei dieser Reibung entsteht Wärme. Da in den meisten Lebensmitteln Wassermoleküle vorhanden sind, lassen sie sich durch Mikrowellenstrahlung erhitzen.

Prinzipiell enthalten auch menschliche oder tierische Zellen Wasser. Wenn also ein lebendiger Organismus in den Einflussbereich der Mikrowellen käme, wäre das fatal: Die Zellen würden quasi anfangen zu „kochen“.

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Sind Mikrowellen gefährlich?

Mikrowellen können Papier oder Plastik leicht durchdringen. Metall hingegen wirft sie zurück. Deshalb besitzt der Garraum eines Mikrowellenkochgeräts Wände aus Metall. Außerdem ist in die Glasscheibe der Tür ein metallisches Netz eingearbeitet. Durch diese Abschirmmaßnahmen gelangt nur sehr wenig Strahlung nach außen. Vor dem Sichtfenster und in der Nähe der Tür kann allerdings immer eine gewisse Leckstrahlung auftreten. Dafür gibt es gewisse Grenzwerte, die Hersteller gesetzlich einhalten müssen: fünf Milliwatt pro Quadratzentimeter in einem Abstand von fünf Zentimetern vom Gerät.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in mehreren Analysen die herkömmlichen Mikrowellen getestet. Sowohl moderne als auch ältere Geräte haben dabei gut abgeschnitten: Durchschnittlich lag die Leckstrahlung (in fünf Zentimetern Abstand) bei einem Prozent des erlaubten Grenzwerts. Je weiter man sich vom Gerät entfernte, desto mehr nahm die Strahlung ab. In 30 Zentimetern Abstand erreichte die Leckstrahlung nur noch fünf bis zehn Prozent des Werts, der bei fünf Zentimetern gemessen wurde. Wer also an einer angeschalteten Mikrowelle vorbeiläuft oder auch davor stehenbleibt, dem drohen keine gesundheitlichen Schäden: Die Strahlenbelastung ist einfach zu gering. Auch Schwangere oder Kleinkinder müssen sich keine Sorgen machen.

Vorsicht: Sollte das Mikrowellenkochgerät beschädigt sein, z.B. durch Dellen oder Löcher in der Tür oder andere offensichtliche Verschleißerscheinungen, sollten Sie es erst einmal nicht mehr benutzen und stattdessen einen Kundenservice oder Reparaturdienst kontaktieren.

Verändern Mikrowellen die Lebensmittel?

Speisen in der Mikrowelle aufzuwärmen ist nicht schädlicher, als sie im Topf oder im Backofen auf Verzehrtemperatur zu bringen. Werden die Garvorschriften eingehalten, verändern sich die Nährwerte nicht in besonderem Maße. Allerdings kann es vorkommen, dass sich das Essen nicht gleichmäßig erwärmt – an manchen Stellen ist es noch kalt, an anderen bereits heiß. Hier besteht Verbrennungsgefahr. Um solche Situationen zu verhindern, sollten Sie während des Aufwärmens die Mikrowelle gelegentlich stoppen und das Gericht einmal umrühren.

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