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Alarm in den Atemwegen

Eine schwere Lungenentzündung kann lebensgefährlich sein. Welche Symptome Sie nicht übersehen sollten und wie Ärzte die Krankheit behandeln.

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Inhaltsverzeichnis
Röntgenbild Lunge mit Entzündung im rechten Lungenflügel

© DU CANE MEDICAL IMAGING LTD/Science Photo Library

Zwölf- bis 15-mal pro Minute atmet ein Erwachsener ein. Mit jedem Atemzug strömt Sauerstoff in die Lunge – und mit ihm Staubpartikel, Viren und Bakterien. Der Körper hat Mechanismen entwickelt, diese wieder loszuwerden. Er befördert sie durch Husten hinaus, oder Zellen des Immunsystems machen die Erreger unschädlich.

Sind jedoch die Abwehrkräfte geschwächt, etwa durch eine Erkältung, macht das den Atemwegstrakt empfindlich für Zweitinfektionen. Gelangen etwa Pneumokokken in die geschwächte Lunge, kann sie sich entzünden. In Deutschland infizieren sich jährlich circa 660 000 Menschen mit so einer Pneumonie. 290 000 von ihnen erkranken so schwer, dass sie in einer Klinik behandelt werden müssen.

»Die Pneumonie ist eine ernst zu nehmende Krankheit!«
(Tobias Welte, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin)

Richtig erkennen

Die Beschwerden bei einer Pneumonie sind sehr unterschiedlich. Neben Atemnot, Fieber über 38,5 Grad und Schüttelfrost gehört meist auch zäher Auswurf dazu. „Wer diese Symptome hat, sollte zum Arzt gehen“, rät Jürgen Behr, Chefarzt der Asklepios Fachklinik München-Gauting. „Bei Atemproblemen denken Patienten und Mediziner häufig an einen Herzinfarkt, aber auch eine akute Pneumonie kann die Ursache sein.“ Zur Diagnose hört der Mediziner die Lunge des Patienten ab und entnimmt Blut. Im Blutbild erkennt er, ob es Entzündungsherde im Körper gibt. Das lässt sich an der Anzahl der für die Infektabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen ablesen – den sogenannten Leukozyten. Erst wenn rasselnde Atemgeräusche und ein schlechter Allgemeinzustand auf eine Lungenentzündung hindeuten, nutzen Mediziner bildgebende Verfahren.
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Die wirksamste Behandlung

„Die Pneumonie ist eine ernst zu nehmende Krankheit, schließlich kostet sie laut einer 2010 veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation jährlich 230 000 Menschen in Europa das Leben“, sagt Tobias Welte von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Daher sollten sich Patienten schonen, egal, ob sie zu Hause bleiben können oder zur Behandlung in ein Krankenhaus müssen. Ist ein bakterieller Erreger die Ursache für die Pneumonie, wirken Antibiotika. Sind Viren die Verursacher, gibt es keine direkte Therapie. Dann kann nur unterstützend mit Schmerzmitteln, hustenstillenden oder -lösenden Medikamenten behandelt werden.


Den vollständigen Text finden Sie in der Ausgabe FOCUS-GESUNDHEIT Nr. 38, „Atemwege“ – als Print-Heft oder als Digital-Ausgabe.

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