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Feigwarzen

Feigwarzen sind gutartige Wucherungen im Genital- und Analbereich. Sie werden oft über ungeschützten Sexualkontakt übertragen, lassen sich gut behandeln, kehren aber oft wieder.

Geprüft von Bernhard Hobelsberger, Medizinredakteur

Veröffentlicht:
Aktualisiert: 2022-04-27T00:00:00+02:00 2022-04-27T00:00:00+02:00

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Inhaltsverzeichnis
Mann hebt das Bündchen seines Slips ein Stück weit an

© Shutterstock / VioletStudio

Feigwarzen: So werden Sie sie los

Hinter Knötchen im Genital- und Analbereich verbergen sich oft Feigwarzen (Condylomata acuminata). Bei Feigwarzen (auch Genitalwarzen) erfolgt die Ansteckung durch Viren. Die Wucherungen sind ungefähr so groß wie ein Stecknadelkopf und wachsen meist beetartig.

In der Regel tun die Genitalwarzen nicht weh. Mit etwas Geduld und Warten verschwinden sie häufig von alleine wieder. Weil die kleinen Wucherungen aber jucken, bluten und beim Geschlechtsverkehr schmerzen können, fühlen sich Betroffene unter Umständen in ihrem (Sexual-) Leben beeinträchtigt. Viele empfinden die Feigwarzen auch als ästhetisches Problem. Sie schämen sich und möchten sie so schnell wie möglich loswerden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Hautveränderungen zu behandeln. Die Therapie hängt davon ab, wo die Feigwarzen sitzen, wie viele Feigwarzen es sind und ob eine andere Feigwarzen-Behandlung bereits fehlgeschlagen ist. Eine Rolle spielt auch die Frage, ob weitere – sexuell übertragbare – Krankheiten wie Pilzleiden, Genitalherpes, HIV oder Chlamydien bestehen. Bei Wucherungen an der Scheiden-Schleimhaut oder der Harnröhrenmündung kann beispielsweise eine Behandlung mit Trichloressigsäure die Warzen zum Absterben bringen. Bei flächigen Warzenbeeten greift der Arzt dagegen meist zu operativen Maßnahmen.

Leider garantiert keine Methode, dass Sie die Feigwarzen für immer los sind. Weil das Immunsystem das humane Papillomavirus (HPV), das Feigwarzen verursacht, oft nicht vollständig beseitigt, kehren die Knötchen durchaus immer wieder. Im Fachjargon nennt sich eine wiederkehrende Erkrankung Rezidiv.

Feigwarzen-Behandlung: Das macht der Arzt

Der Arzt erkennt Feigwarzen im Intimbereich meist schon mit bloßem Auge. Dabei wird er den After- und Genitalbereich auf Veränderungen der Haut prüfen und eventuell eine Gewebeprobe nehmen, die er dann mikroskopisch untersuchen lässt. Feigwarzen im Inneren des Körpers, zum Beispiel im Enddarm, auf der Scheidenschleimhaut oder in der Harnröhre, sind schwerer zu entdecken. Oft ist dazu eine spezielle Untersuchung wie eine Scheiden-, Enddarm- oder Harnröhrenspiegelung notwendig.

Wichtig: Auch der Sexualpartner sollte sich immer auf Feigwarzen untersuchen lassen, sonst besteht die Gefahr, dass die Ansteckung immer wieder gegenseitig erfolgt.

Sind die Feigwarzen identifiziert, kann der Arzt ein Feigwarzen-Medikament verordnen (z. B. Cremes oder Salben), die Wucherungen chirurgisch entfernen (herausschneiden, lasern, mit Strom veröden) oder die Feigwarzen vereisen, zum Beispiel mit flüssigem Stickstoff. Welcher Arzt dafür der richtige ist? Sitzen die Genitalwarzen im Intimbereich oder im Gesicht, ist ein Hautarzt (Dermatologe) Ihr Ansprechpartner. Zur Feigwarzen-Behandlung von Frauen ist ein Gynäkologe der richtige Spezialist, ein  Urologe  ist zur Feigwarzen-Behandlung beim Mann der Richtige. In den selteneren Fällen, in denen Feigwarzen auf der Zunge oder im Augenbereich wachsen, helfen Ihnen ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) beziehungsweise ein Augenarzt.

Chirurgische Behandlung

Die klassischen Optionen, um Feigwarzen operativ zu entfernen, sind

  • Elektrischer Strom: Der Arzt erhitzt das Gewebe mittels eines sogenannten Elektrokauters und zerstört dadurch die Warzen
  • Laser: Beim Feigwarzen-Lasern trägt der Arzt die Wucherungen Schicht für Schicht ab; diese Therapieform eignet sich gut für großflächige Warzenbeete
  • Ausschaben: Bei dieser auch Kürettage genannten Methode entfernt der Arzt die Warzen mit einer speziellen Schere oder schabt sie mit einem dafür vorgesehenen Löffel aus.

Die chirurgische Behandlung kommt vor allem bei Feigwarzen im Gebärmutterhals, im Analkanal und in der Harnröhre zum Einsatz.

Vereisen

Durch flüssigen Stickstoff lässt sich das Gewebe der Feigwarzen vereisen. Die Therapie wird im Fachjargon Kryotherapie genannt. Das „Kühlmittel“ trägt der Arzt mittels Stäbchen oder als Spray auf. Die Behandlung kann die Haut leicht reizen sowie kaum sichtbare Narben hinterlassen.

Medikamentöse Therapie

Der behandelnde Arzt kann Feigwarzen-Creme, -Salbe oder -Lösung entweder selbst in der Praxis auftragen oder dem Patienten Präparate verordnen, die dieser dann zu Hause auf die Feigwarzen verstreicht. Solche Medikamente enthalten meist entweder

  • Podophyllotoxin – dieser Wirkstoff lässt die infizierten Zellen absterben, indem er die Zellteilung verhindert
  • Epigallocatechingallat – ist ein Polyphenol, ein Stoff aus grünem Tee, der die Zellen im Kampf gegen Entzündungen unterstützen soll. Feigwarzen macht er allerdings nur hochkonzentriert den Garaus
  • Imiquimod – gehört zu den Immunmodulatoren, also den Stoffen, die die Immunzellen aktivieren, im Fall von Feigwarzen das Abwehrsystem der Haut

Bei einer Feigwarzen-Behandlung mit Medikamenten müssen Sie konsequent und ausdauernd sein. Die meisten Medikamente werden mehrmals täglich über mehrere Wochen hinweg aufgetragen – manchmal unterbrochen von einer mehrtätigen Pause, damit sich die Haut wieder beruhigen kann. Es ist nämlich nicht ungewöhnlich, dass Mittel gegen Feigwarzen die Haut reizen und zu Rötungen oder Brennen führen. Und: Einige Präparate eignen sich nicht für Schwangere und Kinder unter 18 Jahren. Informieren Sie Ihren Arzt deswegen unbedingt, wenn Sie ein Baby erwarten.

Cremes, Hausmittel und Teebaumöl: Feigwarzen-Behandlung zu Hause

Zu Hause können Sie äußere Feigwarzen selbst behandeln. Hierfür eignet sich Feigwarzen-Salbe oder -Creme aus der Apotheke. Die Medikamente zur Feigwarzen-Behandlung sind nicht rezeptfrei, sondern werden vom Arzt verschrieben. Manche Patienten schwören bei Feigwarzen auf Hausmittel wie Teebaumöl, um die kleinen Wucherungen loszuwerden. Es stimmt zwar, dass dieses Öl Viren daran hindert, sich zu vermehren (virustatische Wirkung). Allerdings ist wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen, ob Teebaumöl tatsächlich gegen Feigwarzen hilft.

Da Feigwarzen ansteckend sind, sich schnell vermehren und ausbreiten, sollten Sie lieber nicht zu lange selbst herumexperimentieren. Gehen Sie zum Spezialisten, er wird Ihnen ein wirksames Mittel verschreiben.

Bei Feigwarzen im Bereich von Augen oder Zunge können Sie selbst wenig tun außer warten und hoffen, dass die Hautveränderung von selbst verschwindet. Passiert das nicht, kann der  Arzt mittels Laser, Elektrokoagulation oder die Feigwarzen operativ entfernen. Wichtig: Versuchen Sie nicht, die Feigwarzen selbst zu entfernen, indem Sie scharfe Gegenstände wie Schere oder Rasierklingen verwenden!

Feigwarzen in der Schwangerschaft behandeln: Was geht und was nicht?

Für werdende Mütter gelten besondere Gesetze, wenn es darum geht, Feigwarzen loszuwerden. So dürfen Schwangere zum Beispiel keine Medikamente mit dem Wirkstoff Podophyllotoxin verwenden, da dieser die Zellteilung hemmt. Das könnte dem ungeborenen Kind schaden. Mit bestimmten Mitteln und Tinkturen lassen sich aber auch in der Schwangerschaft Feigwarzen behandeln. Eine Therapie per Laser, Elektrokauter oder chirurgischem Eingriff ist ebenfalls möglich.

Behandeln lassen sollten Schwangere die Wucherungen in jedem Fall. Denn die Viren können bei der Geburt auf das Kind übergehen. Das passiert zwar selten, aber es kommt vor. Experten empfehlen eine Therapie um die 34. Schwangerschaftswoche. Das lässt einerseits genügend Zeit, damit die Warzen bis zur Niederkunft abheilen, andererseits ist die verbleibende Zeit zu kurz, um die Genitalwarzen wiederkehren zu lassen. Versuchen Sie als werdende Mutter jedoch nicht, die Feigwarzen selbst zu entfernen, sondern gehen Sie immer zum Arzt.

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Feigwarzen: Ursachen und Übertragung

Schätzungen zufolge hat hierzulande rund ein Prozent der Bevölkerung Feigwarzen. Feigwarzen können sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Verantwortlich für die Wucherungen der Feigwarzen ist das humane Papillomavirus (HPV). Davon gibt es viele verschiedene Arten, die bekanntesten, die auch bei Feigwarzen meist feststellbar sind, heißen HPV 6 und HPV 11. Diese Viren sind in der Regel friedlich und lösen keine bösartigen Krankheiten aus, weshalb sie auch Niedrigrisiko-Typen oder Low-risk-Typen genannt werden. Ihr Gegenstück sind die Hochrisiko-HPV-Typen (HPV 16 und 18), die für verschiedene Krebserkrankungen im Intimbereich verantwortlich sind.

Feigwarzen sind sehr ansteckend. Die Übertragung passiert in erster Linie beim ungeschützten Geschlechtsverkehr, wenn die Viren über winzige Verletzungen an Penis, After oder Scheide über die (Schleim-)Haut von einem Partner zum anderen wandern. Auch gemeinsam benutztes Sexspielzeug oder Handtücher bergen ein Risiko, sich anzustecken. Oralverkehr schützt übrigens nicht vor Feigwarzen. Dadurch kann eine HPV-Infektion im Mund- und Rachenraum entstehen, bei der sich Feigwarzen im Mund bilden. Manche befürchten zudem eine Ansteckung auf der Toilette, dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich.

Es dauert übrigens eine Weile von der Ansteckung bis zum Auftreten der Feigwarzen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen rund drei Wochen und acht Monaten.

Ursachen für Feigwarzen beim Kind

Auch Kinder können Feigwarzen bekommen. Die Ansteckung erfolgt auf verschiedenen Wegen. So ist es möglich, dass erkrankte Mütter die Warzen-Viren beim Geburtsvorgang an ihre Kinder weitergeben. Ältere Kinder können sich mit Feigwarzen infizieren, wenn sie an den Händen normale Warzen haben und sich damit im Intimbereich kratzen oder berühren.

Aber: Feigwarzen im Intimbereich können bei einem Kind immer auch darauf hindeuten, dass es sexuell missbraucht wurde. Gibt es hierfür weitere Anzeichen, zum Beispiel, wenn sich das Kind auffällig verhält oder unerklärliche blaue Flecke etc. hat, sollten Sie mit ihm nicht nur zum Kinderarzt, sondern auch zu einem Kinderpsychologen gehen.

Risikofaktoren: Das erhöht die Ansteckungsgefahr mit Feigwarzen

Die Gefahr, dass HPV-Viren Feigwarzen oder gar Gebärmutterkrebs auslösen, steigt unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel wenn

  • Sie ohne Kondom Geschlechtsverkehr haben.
  • Sie sehr jung Kinder bekommen oder mehrere Geburten hatten. Denn durch die Schwangerschaft wird die Gebärmutterschleimhaut anfälliger für Infektionen.
  • das Abwehrsystem des Körpers geschwächt ist, etwa durch Immunschwächekrankheiten wie HIV oder bei Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken.
  • Genitalinfektionen vorliegen wie z. B. Herpes oder Pilzinfektionen.

Feigwarzen: So erkennen Sie die Wucherungen

Feigwarzen, auch Genitalwarzen oder aufgrund ihrer Form spitze Kondylome genannt, sind gutartige Wucherungen, die sich auf der Schleimhaut bilden. Meist entstehen sie im Intimbereich, seltener im Mund- und Rachenraum oder im Bereich der Augen.

Feigwarzen sind normalerweise weich und weiß-gräulich, rötlich oder grau-bräunlich gefärbt. Sie sind einzeln zwar nur so groß wie ein Stecknadelkopf, treten aber meist in Kolonien auf und verbreiten sich beet- oder plattenartig.

Sonderformen von Feigwarzen mit anderem Aussehen sind die flachen, hautfarbenen Condylomata plana und die großen, blumenkohlartigen Riesenkondylomen (Buschke-Löwenstein-Tumoren) – Letztere zerstören das Gewebe und können sich zu einer Krebsgeschwulst entwickeln.

Feigwarzen zu erkennen ist manchmal gar nicht so leicht, vor allem, wenn sie im Körper sitzen wie Feigwarzen in der Scheide oder in der Harnröhre. Nicht immer verursachen Feigwarzen bei Frauen oder Männern Symptome, oft machen sich die kleinen Wucherungen gar nicht bemerkbar, sie sind asymptomatisch und häufig nur ein kosmetisches Problem. Es kann aber sein, dass sie beginnen zu brennen, zu jucken oder bei Reibung (z. B. während des Geschlechtsakts) aufreißen und zu bluten beginnen. Manchmal tun sie auch beim Urinieren weh oder es verstärkt sich der weibliche Ausfluss, wenn die Feigwarzen bei der Frau an der Scheide wachsen, wo sie am häufigsten zu finden sind. Zudem können Feigwarzen bei Frauen im äußeren Intimbereich wie an der Schamlippe auftreten.

Feigwarzen bei Frauen können auch am Gebärmutterhals oder in der Harnröhrenmündung auftreten.

Feigwarzen beim Mann wachsen oft am Penis, hauptsächlich finden sich Feigwarzen an Eichel oder Vorhaut. Beschnittene Männer bekommen deswegen seltener Genitalwarzen. Feigwarzen am Hoden sind hingegen selten. Möglich sind auch Feigwarzen am After, im Analkanal, dem Anus und der Harnröhre.

Seltener entstehen Feigwarzen auf der Zunge. Wenn, dann finden sie sich im Rachenraum, in der Nähe des Kehlkopfes oder der Luftröhre, wo sie das Schlucken und Atmen erschweren können. Ebenfalls auftreten können die Wucherungen in den Achselhöhlen, am Nabel oder unter den weiblichen Brüsten.

Hinweis: Säuglinge entwickeln, wenn sie bei der Geburt angesteckt werden, an Kehlkopf und Stimmbändern Knötchen, ähnlich wie Feigwarzen. Symptome, bei denen Eltern aufmerksam werden sollten, sind Schluckbeschwerden, hörbare Atemgeräusche und Husten.

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So beugen Sie Feigwarzen vor

Einen 100-prozentigen Schutz vor Feigwarzen gibt es nicht. Selbst wer Kondome verwendet, kann sich mit Feigwarzen anstecken, da die Erreger in Bereichen sitzen können, die das Gummi nicht abdeckt. Dennoch sollten Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome überziehen, solange Ihre oder die Behandlung Ihres Partners nicht abgeschlossen ist.

Lassen Sie sich zudem gegen HPV impfen, denn diees bietet zumindest gegen einige HPV-Typen einen Schutz. Die Immunisierung soll zwar in erster Linie Gebärmutterhalskrebs verhindern, sie kann aber auch helfen, Feigwarzen abzuhalten. Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung für Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt. Seit 2018 empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut die HPV-Impfung ebenso für Jungen der gleichen Altersgruppe. Die jungen Patientinnen und Patienten beziehungsweise deren Eltern können sich durch ihren Kinderarzt über Nutzen und Risiken der HPV-Impfung aufklären lassen.

Tipps für eine gesunde Haut (Unser Podcast für ein gutes Körpergefühl – Folge #7)

Zu Gast im Podcast:

Dr. Yael Adler, Dermatologin im Privatärztlichen Zentrum für Haut, Venen & Lasermedizin in Berlin

Die Haut ist unsere größte Schnittstelle nach außen. Sie gibt Halt, schützt vor Krankheiten und reagiert empfindlich auf Reize, wie Hitze oder Kälte oder zu viel Sonneneinstrahlung.

Sie ist, ganz klar, der Spiegel der Seele, sagt Deutschlands wohl bekannteste Dermatologin Yael Adler aus Berlin.

In unserer heutigen Folge verrät die Expertin, wie wir unser größtes Organ pflegen sollten, welche Nahrungsmittel die Haut von innen heraus zum Strahlen bringen und welche ihr schaden. Die Medizinerin spricht über Reizungen und Pickel, warum sie entstehen und wie sie sich lindern lassen. Sie verrät außerdem, was die Haut auch im höheren Alter jung aussehen lässt.

Feigwarzen: Gut behandelbar, aber hartnäckig

Feigwarzen sind harmlos. Meist machen sie keine Probleme, stören aber Betroffene, die sich der kleinen Wucherungen oft schämen. Einmal entdeckt und identifiziert, lassen sich die Knötchen gut behandeln. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass sie wiederkommen, da es schwierig ist, alle betroffenen Hautareale und Erreger zu „erwischen“.

Auch einen hundertprozentigen Schutz vor Feigwarzen gibt es nicht. Das Risiko, welche zu bekommen, lässt sich aber verringern, wenn Sie regelmäßig zur ärztlichen Untersuchung gehen, Sex nur mit Kondom haben und sich gegebenenfalls gegen HP-Viren impfen lassen.

Quellen
  • S2k-Leitlinie: HPV-assoziierte Läsionen der äußeren Genitoanalregion und des Anus – Genitalwarzen und Krebsvorstufen der Vulva, des Penis und der peri- und intraanalen Haut (Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG), et al.); Stand: 01.09.2017
  • S3-Leitlinie: Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien (Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG), et al.); Stand: 01.05.2020
  • Online-Informationen Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF): www.frauenaerzte-im-netz.de; Abruf: 31.12.2021
  • Online-Informationen Robert Koch-Institut: www.rki.de; Abruf: 31.12.2021

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Tipps für eine gesunde Haut von Dr. Monique Stengel

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Was ist Ihr wichtigster Ernährungs-Tipp für eine schöne Haut?

Sämtliche Lebensmittel, die besonders viele Antioxidantien enthalten. Diese helfen unserem Körper im Kampf gegen freie Radikale, also reaktionsfreudigen Teilchen, die unsere Zellen beschädigen können.

  • Gewürze wie Ingwer, Zimt und Curcuma wirken entzündungshemmend, schützen vor freien Radikalen und vorzeitiger Alterung. Zimt hat zusätzlich eine blutzuckersenkende Wirkung.
  • Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren und Johannisbeeren enthalten besonders viele Antioxidantien.
  • Dunkle Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil liefert wertvolle Polyphenole als wirksame Radikalenfänger.
  • Grüner und schwarzer Tee enthalten ebenfalls viele Polyphenole, die antioxidativ wirken.

Auch Lebensmittel mit besonders vielen wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken sind gut für die Haut, wie:

  • fetter Seefisch (Wildlachs, Hering, Makrele, Thunfisch)
  • Lein-/Walnuss- und Hanföl
  • Fleisch von Wildtieren wie Hirsch und Reh
Worauf sollten Patienten achten, wenn sie ihre Haut genauer in den Blick nehmen (Stichwort Hautkrebs)?

Die ABCD-Regel und das Zeichen des hässlichen Entleins. Das hässliche Entlein ist zum Beispiel ein hervorstechendes asymmetrisches, schwarzes Muttermal bei überwiegend symmetrischen, braunen Muttermalen – also ein Muttermal, das sich von allen anderen deutlich unterscheidet. Auch wenn Muttermale plötzlich neu entstanden sind oder bluten sollten sie einem Hautarzt gezeigt werden. Gerade der gefährliche schwarze Hautkrebs entsteht nämlich meist auf bislang unbetroffener Haut.

Worauf achten Sie bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten?

Ich achte auf hochwertige pflegende Inhaltsstoffe, die der Haut helfen Feuchtigkeit zu binden wie etwa Harnstoff, Milch- und Hyaluronsäure und Squalan (ein durchsichtiges, geruchsneutrales Öl). Was ich meide, sind Silikone, Mineralöle, Parabene und möglichst auch Duftstoffe, da sie Allergien auslösen können.

Das vollständige Interview mit Dr. Monique Stengel finden Sie hier.

Dr. Monique Stengel,

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit Praxis in 82319 Starnberg

Fachgebiet:

  • Haut- und Geschlechtskrankheiten


Teilgebiet:

  • Allergologie
  • Naturheilverfahren


Therapieschwerpunkt:

  • Dermatologie: Kosmetisch-ästhetische Dermatologie
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  • Laserbehandlung
  • Pigmentflecken: Lasertherapie


Abrechnung:

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Tipps für eine gesunde Haut von Dr. Tanja Fischer

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Welche Fehler macht man häufig bei der Hautpflege? Welche sehen Sie häufig in Ihrer Praxis?

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Sie sind die „Meisterin an den Geräten“. Werden immer wieder für Studien angefragt. Was können Geräte heute alles?

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Woran erkennt man einen guten Dermatologen?

Daran, dass er ganz genau hinsieht. Mit großem Interesse, Einfühlungsvermögen und Neugier. Denn Haut kann man lesen. Und viele Erkrankungen lassen sich auf ihr erkennen.

Das vollständige Interview mit Dr. Tanja Fischer finden Sie hier.

Dr. Tanja Fischer,

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit Praxis in 14467 Potsdam und 14193 Berlin

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  • Haut- und Geschlechtskrankheiten


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