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Yoga verbessert Lebensqualität bei Krebs

Yoga hilft bei der Entspannung und reduziert Stress. Dies gilt nicht nur für gesunde Menschen, sondern vor allem für Krebspatienten. Eine Studie zeigt, wie groß die Effekte von Yoga wirklich sind.

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Inhaltsverzeichnis
Frauen machen einen Yogakurs. Man sieht nur die Beine, sie stehen in der Krieger-Position.

© Shutterstock

Sonnengruß, Krieger oder Baum – Yoga kann die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern. Mit dem richtigen Übungsprogramm lassen sich krankheits- und therapiebedingte Symptome verringern. Zu diesem Ergebnis kam die US-amerikanische Ärztin Suzanne Danhauer, als sie und Kollegen in einer Übersichts-Studie verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema analysiert und verglichen haben. Insgesamt 29 Studien waren Teil der Stichprobe:

  • In 13 Studien machten die Patienten noch während ihrer Behandlung Yogakurse,
  • in 12 Studien erst danach,
  • in vier Studien entweder während oder nach der Therapie.

Die meisten Versuchspersonen waren Frauen mit Brustkrebs. Um die Effekte der Yogaübungen sichtbar zu machen, wurde eine Vergleichsgruppe gebildet. Zu dieser gehörten Patienten, die anderen Sport machten oder nur die Standardtherapie erhielten.

Die Ergebnisse

Yoga hat einen positiven Einfluss auf die allgemeine Lebensqualität während einer Krebstherapie. Das zeigten fünf von sechs Studien. Vor allem das körperliche, emotionale und soziale Wohlbefinden stieg. Der zweite Bereich, in dem sich eindeutige Verbesserungen zeigten, ist die sogenannte Fatigue: Sie nahm in fünf von acht Studien durch regelmäßiges Yoga signifikant ab.

Was ist Fatigue?

Das Wort stammt aus dem französischen und bedeutet „müde“. Bei einer Krebserkrankung bezeichnet es einen Zustand großer Erschöpfung – körperlich, geistig oder emotional. Betroffene leiden unter fehlendem Antrieb, Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Diese stehen in keinem Verhältnis zu vorherigen körperlichen oder geistigen Anstrengungen und lassen sich auch durch Schlaf oder andere Erholung nicht ausgleichen. Laut Deutscher Krebsgesellschaft leiden während oder kurz nach einer Therapie bis zu 90 Prozent der Patienten unter einer Fatigue. Wie lange die Beschwerden anhalten, ist unterschiedlich. Bei 20 bis 50 Prozent der Fälle wird die Fatigue chronisch.

Auch nach dem Ende ihrer Behandlungen konnten die Patienten noch von den Yogakursen profitieren. Gegenüber den Kontrollgruppen war die Lebensqualität deutlich verbessert und die Beschwerden durch Fatigue reduziert. Außerdem konnten die Probanden besser schlafen. Die geistige Fitness und die Vitalität stiegen durch regelmäßiges Training an. Das Stresslevel hingegen sank bei den meisten.

Negative Auswirkungen durch das Yoga gab es keine. Das Fazit der Wissenschaftler: Yoga bietet klar erkennbare Vorteile bei geringen Kosten – sie würden Krebspatienten deshalb dazu ermuntern, an entsprechenden Programmen teilzunehmen.

FOCUS-Gesundheit 01/24 – Einfach besser leben 2024

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FOCUS-Gesundheit 01/2024

Einfach besser leben 2024
Viele Alterungsprozesse lassen sich nachweislich bremsen. Was uns jung hält. Wie wir Lust an Bewegung (wieder) finden. Plus: Übungen fürs Home-Workout. U.v.m.

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Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Den passenden Arzt finden Sie über unser Ärzteverzeichnis.

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Dr. Andrea Bannert

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