Fakten rund um Brustkrebs und BRCA-Mutationen

Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober soll das öffentliche Bewusstsein für diese Erkrankung sowie die Brustkrebsvorsorge und -früherkennung geschärft werden. Hier finden Sie einige Zahlen und Fakten im Überblick.

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Veröffentlicht: 2019-10-08T14:05:25+02:00
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Weiblicher Oberkörper

© Shutterstock

Aktuelle Zahlen zeigen, dass allein in Deutschland etwa 70.000 Frauen und 650 Männer jedes Jahr neu an Brustkrebs erkranken. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die rosa Schleife, als das Symbol für Brustkrebs, will hierbei das öffentliche Bewusstsein stärken sowie die Brustkrebsvorsorge und damit eine verbesserte Früherkennung in den Mittelpunkt rücken.

Bei der Entstehung von Brustkrebs, aber auch von Eierstockkrebs, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Einige sind beeinflussbar (z.B. Rauchen), andere nicht (z.B. Alter und erbliche Faktoren). Die erblichen Faktoren sind von hoher Relevanz, da bei familiärer Vorbelastung das Risiko, selbst an Brustkrebs zu erkranken, erhöht sein kann. Verantwortlich dafür können Mutationen (Veränderungen der Gene) sein, z.B. sogenannte BRCA (BReast CAncer)-Mutationen.

Faktencheck: Brust- und Eierstockkrebs in Zahlen

Faktencheck: Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen und Brustkrebs bei Männern

© FOCUS-GESUNDHEIT

Brustkrebs

ca. 70.000
Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr

650
Männer erkranken jedes Jahr in Deutschland an Brustkrebs

88%
der Patientinnen leben nach der Diagnose länger als 5 Jahre

Eierstockkrebs

Ca. 7.000
Frauen erkranken pro Jahr in Deutschland an Eierstockkrebs

Die 5-Jahres-Überlebensrate in allen Stadien liegt bei etwa
41%

Risikofaktoren

Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung der Risikofaktoren Zigaretten und Alkohol

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Lebensstil

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Ernährung
  • Rauchen
  • Alkohol
Brust- und Eierstockkrebs: Biologische Risiken: Graphische Darstellung einer Sanduhr

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Biologische Risiken

  • frühe erste Regelblutung
  • späte Wechseljahre
  • Vererbung von Mutationen in den BRCA-Genen
Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung DNA

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Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung BRCA-Gene

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Was sind BRCA-Mutationen?

Mutationen (Veränderungen im Erbgut) der BReast CAncer-Gene erhöhen das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs.

Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung der Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen bei Frauen

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1 von 20 
Patientinnen mit Brustkrebs hat eine Mutation in den BRCA-Genen!

Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung des erblichen Risikos

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Erbliches Risiko in der Familie

Der Mutationsträger kann die Mutationen in den BRCA-Genen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an die nachfolgende Generation weitergeben (unabhängig vom Geschlecht). Brust- und Eierstockkrebs kommen in betroffenen Familien gehäuft vor und treten häufig bereits in jüngeren Jahren auf (vor dem 50. Lebensjahr)

Brust- und Eierstockkrebs: Graphische Darstellung Achtung

© FOCUS-GESUNDHEIT

Frauen mit Mutationen in den BRCA-Genen haben ein lebenslanges Risiko von durchschnittlich 60 % an Brustkrebs zu erkranken. (Das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken liegt bei 16 bis 55 %.)

Wer sollte sich testen lassen?

Jede Patientin mit Eierstockkrebs sollte bereits bei Diagnose, und jeder Patient (Frau und Mann) mit Brustkrebs im metastasierten Stadium bei familiärer Vorbelastung seinen BRCA-Status kennen.

Expertin Prof. Dr. med. Lüftner erklärt, was es mit den sogenannten BRCA-Mutationen auf sich hat

Interview mit Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Charité Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, Mitglied des Vorstandes der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie)


In Kooperation mit
AstraZeneca und MSD

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Quellen:
International Agency for Research on Cancer (IRAC): Cancer today. Verfügbar unter: https://gco.iarc.fr/today/data/factsheets/populations/276-germany-fact-sheets.pdf (letzter Zugriff 11.04.2019)
Krebs in Deutschland 2013/2014. 11. Ausgabe. Robert Koch Institut (Hrsg.) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregist er in Deutschland e.V. (Hrsg.). Berlin, 2017 Verfügbar unter: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/kid_2017_c50_brust.pdf?__blob=publicationFile (letzter Zugriff am 11.04.2019)  
Deutsche Krebsgesellschaft. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren. Version 2.0 - Oktober 2016. Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und Deutschen Krebshilfe e.V., Zuckschwerdt Verlag GmbH  
https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Brustkrebs_Frueherkennung.pdf

Humangenetik Schwaab, Wiesbaden. Familiärer Krebs. Verfügbar unter: https://www.humangenetik-online.de/informationen/famili%C3%A4rer-krebs/ (letzter Zugriff: 06.06.2019)
Deutsche Krebsgesellschaft. S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Version 4.2 - August 2019. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Mammakarzinom_4_0/Version_4.2/LL_Mammakarzinom_Langversion_4.2.pdf (letzter Zugriff am 7.10.2019)

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