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Prostata

Was ist die Prostata und wo ist die Prostata? Alles über die Funktion der Vorsteherdrüse, die Anatomie und welche Erkrankungen auftreten können.

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Inhaltsverzeichnis
Illustration: Lage der Prostata – im Becken unterhalb der Harnröhre

© Science Photo Library

Zusammenfassung:

  • Was ist die Prostata und wo ist die Prostata? Die Prostata liegt im Becken unterhalb der Harnblase und ist etwa so groß wie eine Kastanie.
  • Funktion: Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, das Prostatasekret
  • Anatomie: Die Vorsteherdrüse ist in drei verschiedene Zonen gegliedert.
  • Erkrankungen: am häufigsten sind gutartige Prostatavergrößerung, Prostataentzündung und Prostatakrebs.
  • Welcher Arzt? Facharzt für Urologie

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Was ist die Prostata und wo ist die Prostata?

Die Prostata ist eine Drüse beim Mann, die per Definition zu den inneren Geschlechtsorganen gehört. Sie wird auch Vorsteherdrüse genannt. Die Prostata ist etwa 30 Gramm schwer und hat ungefähr die Größe einer Kastanie. Die Lage der Prostata ist im Becken direkt unterhalb der Harnblase. Die Harnröhre, durch die der Urin fließt, läuft durch die Prostata hindurch.

Lage der Prostata

Infografik: Wo ist die Prostata? Im Becken unterhalb der Harnblase

© Science Photo Library / QA International

Die Prostata liegt im Becken unterhalb der Harnblase. Die Harnröhre läuft durch die Prostata hindurch

Prostata: Funktion

Die Vorsteherdrüse hat die Funktion, ein Sekret zu produzieren - das sogenannte Prostatasekret. Dieses Sekret vermischt sich mit den in den Hoden gebildet Samenzellen und einigen anderen Flüssigkeiten zum männlichen Sperma. Eine weitere Aufgabe der Prostata ist es, dass sich ihre Muskeln bei einem Samenerguss zusammenziehen und die Flüssigkeit schwungvoll in die Harnröhre pressen. Zwar produziert die Prostata selbst keine Hormone, aber ihr Wachstum und ihre Funktion hängen von Hormonen ab, allen voran vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron.

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Prostata: Anatomie

Beim Aufbau der Prostata lassen sich fünf verschiedene Zonen unterscheiden. Diese Zonen legen sich wie die Schichten einer Zwiebel um die Harnröhre herum:

  • Periurethrale Mantelzone: Umgibt die Harnröhre unmittelbar.
  • Anteriore Zone: schmale Zone ohne Drüsen, die hauptsächlich aus Bindegewebe und Muskeln besteht
  • Transitionszone: Übergangszone hin zur zentralen Zone.
  • Zentrale Zone: Innenzone der Prostata, in der auch der Spritzkanal (Ductus ejaculatoris) verläuft. Macht etwa 20 Prozent des Prostata-Volumens aus. Enthält Drüsen.
  • Periphere Zone: Große Außenzone der Prostata, die etwa 70 Prozent des Organ-Volumens ausmacht. Enthält Drüsen und wird von einer bindegewebigen Kapsel umschlossen.

Prostataerkrankungen

Wie alle anderen Organe kann auch die Prostata eine Krankheit entwickeln. Drei verschiedene Prostataerkrankungen treten dabei besonders häufig auf:

  • Gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie): Diese Prostata-Krankheit kommt bei Männern mit steigendem Alter gehäuft vor. Im Alter zwischen 50 und 59 Jahren tritt sie bei 20 Prozent der Männer auf, von den über 70-Jährigen sind bis zu 70 Prozent betroffen. Eine vergrößerte Prostata macht sich durch Probleme beim Wasserlassen bemerkbar. Beispiele: häufiger Harndrang, Anlaufschwierigkeiten beim Wasserlassen, schwacher Harnstrahl, Nachträufeln.
  • Prostataentzündung (Prostatitis): Eine Entzündung der Prostata äußert sich ebenfalls durch Probleme beim Wasserlassen. Es können aber noch weitere Symptome hinzukommen, etwa Schmerzen und Fieber.
  • Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Ein bösartiger Tumor in der Prostata, der zunächst meist keine Beschwerden verursacht. Prostatakrebs kann jedoch ähnliche Symptome hervorrufen wie die gutartige Prostatavergrößerung. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern – in Deutschland, aber auch weltweit.
     

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Prostata-Untersuchung: Welcher Arzt?

Eine Prostata-Untersuchung kann ein Hausarzt oder Urologe (Facharzt für Urologie) durchführen. Wenn Sie Probleme mit dem Wasserlassen haben oder andere Symptome verspüren, wenden Sie sich zunächst an Ihren Hausarzt. Er kann Sie zu weiteren Untersuchungen an einen Urologen überweisen. Dieser führt zum Beispiel auch die Früherkennung von Prostatakrebs ab dem 45. Lebensjahr durch.

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Mögliche Prostata-Untersuchungen beim Verdacht auf eine Erkrankung der Vorsteherdrüse sind:

  • Tastuntersuchung (digital-rektale Untersuchung = DRU) – dabei tastet der Arzt vom Enddarm aus die Prostata ab. Er kann die Größe und Beschaffenheit erfühlen und Veränderungen aufspüren. Vielen Männern ist dies Untersuchung unangenehm – für den Arzt ist sie aber tägliche Routine. Die Tastuntersuchung ist Teil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Daher erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einmal pro Jahr für Männer ab 45 Jahren.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie) – zum Einsatz kommt der transrektale Ultraschall (TRUS), bei dem der Arzt eine Sonde über den Enddarm einführt und bis zur Prostata vorschiebt. Auch mittels TRUS lassen sich Lage und Größe der Prostata bestimmen.

Je nach Verdacht gibt es noch weitere Untersuchungen, zum Beispiel eine Blut- und Urinuntersuchung.  Die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut kann Hinweise auf Prostatakrebs liefern. Der PSA-Test ist aber keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Männer müssen ihn daher selbst bezahlen.

Quellen
  • Gasser, Thomas: Basiswissen Urologie; Springer; 7. Auflage 2019
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.; Infomaterial: Was tun, wenn die Prostata wächst?; Stand: 01/2011
  • Online-Informationen Pschyrembel: www.pschyrembel.de; Abruf: 13.07.2022
  • Online-Informationen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) : www.gesundheitsinformation.de; Abruf: 13.07.2022
  • Online-Informationen Deutsche Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de; Abruf: 13.07.2022

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Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Den passenden Arzt finden Sie über unser Ärzteverzeichnis.

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